LERNWEG | Effizienzsteigerung im Studium.

 

Effizienzsteigerung im Studium

Detlev Roth | [Download als PDF]

 

Zeitmanagement ist in diesem Zusammenhang ein Schlüsselbegriff.

Zusammenfassung

Wie viel Zeit nutzen Sie täglich für das Lernen, also Aufnahme und Verarbeitung von Lerninhalten?
(Nennen wir es einmal LernZeit)
Und wie viel Zeit nutzen Sie täglich, um Lernen zu ermöglichen, also die Organisation Ihrer Lernzeit?
(Nennen wir es OrgZeit)

Diese Unterscheidung ist einfach und praktisch, weil jeder sofort weiß, ob er gerade lernt. Lernt er nicht, ist es OrgZeit.

OrgZeit ist vielfältig. Besonders interessant ist die verdeckte OrgZeit, die unerwartet und unabsichtlich unsere Zeitplanung durcheinanderbringt. Sie lässt sich daran erkennen, dass wir uns in einem der folgenden Zustände / einer der folgenden Tätigkeiten befinden: Warten, Suchen, Ablegen und Speichern, Informationen bereitstellen, Softwarefragen lösen.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Zeitmanagement und Zugriff auf Wissen.

An dieser Stelle möchte ich beispielhaft den Zustand / die Tätigkeit des „Suchens“ näher beleuchten.
Es ist nicht wirklich wichtig, ob ich 1 Minute brauche, um die richtige Information zu finden, oder ob ich 4 Minuten brauche. Viel wichtiger ist, dass die Zahl der möglichen Ablenkungen bei einer vier minütigen Suche wesentlich höher ist, als bei 1 Minute (man denke nur an das „googlen“ im Internet). Und auch nur einer Ablenkung nachzugehen, kann leicht bedeuten eine halbe Stunde oder mehr Zeit zu verlieren, ganz abgesehen von der Erschöpfung und der Frustration, dem Ziel keinen Schritt näher gekommen zu sein.

Machen Sie den Test: Wählen Sie eine Aufgabe und kontrollieren Sie sich (siehe „Mein täglicher Anteil an OrgZeit“).

Mit LERNWEG lässt sich die wichtige Information und das eigene Wissen zentral speichern und in verschiedensten Kontexten nutzen. Durch den überall verfügbaren und direkten Zugriff auf die Information sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Ablenkung fast auf 0 – denn ich habe sofort die Information.

Wie lange dauert es, Inhalte in Lernweg einzugeben?
Wenn Sie bereits die Gewohnheit haben, sich schriftlich Notizen zu machen und sich auch bei der Wiederholung des Lernstoffes Notizen zu machen, haben Sie keinen zusätzlichen Aufwand. Sie wählen halt nur einen anderen Speicherort. Da sich Ihre OrgZeit mit LERNWEG ab sofort verringert, verzeichnen Sie bereits jetzt einen Zeitgewinn, z.B. beim Warten, Suchen, Ablegen und Speichern, Informationen bereitstellen, Softwarefragen lösen.
Wenn Sie sich für Arbeitsteilung entscheiden (Lerngruppe, Team, Projektgruppe), verringert sich Ihr zeitlicher Aufwand zusätzlich mit jedem weiteren Teilnehmer / Kommilitonen. Zusätzlich vereinfacht LERNWEG die Organisation der Zusammenarbeit (siehe „3. Arbeitsteilung in Lerngruppen, Teams und Projektgruppen“ sowie „4. Lernende, Lehrende und die Hochschule“). Wenn Sie die Lehrenden auf die Synergien hinweisen, die eine Zusammenarbeit von Lernenden und Lehrenden bringen, öffnen sich für alle Beteiligten die Türen zu weiterer großer Zeitersparnis. (Auf S. 6 wird dargestellt, wie die Lernenden, Lehrenden und die Hochschulen im Bereich der Alumniarbeit davon profitieren können.)

1. LernZeit und OrgZeit im Detail

Zur LernZeit gehören
a) der Zeitaufwand für den Besuch von Vorlesungen und Seminaren (fremdbestimmte LernZeit)
b) der Zeitaufwand für das eigenständige Lernen (selbst bestimmte LernZeit):
Lesen, schreiben, hören, ansehen, experimentieren, verstehen, diskutieren und üben

Die Zeiteinsparungsmöglichkeiten ergeben sich bei a) durch eine gute Dokumentation, Arbeitsteilung und Synergien. Bei b) durch effiziente Lerntechniken und -methoden (z. B. Brainstorming, Mindmapping, Photoreading, Selektives Lesen und Hören, Gedächtnistraining etc.).

Zur OrgZeit gehört
a) Zeit, die für die Organisation des Lernens verwendet wird – also: Zeit, die keine LernZeit ist

Die Zeiteinsparungsmöglichkeiten ergeben sich durch eine Optimierung der Arbeitsabläufe, Arbeitsteilung und Synergien.

Die folgenden Grundsätze helfen beim Umgang mit der Zeit:

  1. Je klarer und eindeutiger das Ziel / die Aufgabe ist, desto geringer die Gefahr der Verzettlung.
  2. Je kürzer der Weg, desto geringer die Gefahr der Ablenkung.
  3. Je schneller der Zugriff auf Wissen ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit der Ablenkung.
  4. Je schneller ich den geeigneten Ort zur Ablage von Info finde, desto geringer die Wahrscheinlichkeit der Ablenkung.
  5. Info nur einmal an einem Ort eingeben. Zugriff jederzeit und von jedem Ort. (So vollständig wie nötig).
  6. Je weniger Softwareprogramme eingesetzt werden, desto geringer die Störungen (unerwarteter Lernaufwand, Kompatibilitätsprobleme, Formatierungsprobleme, Daten nicht in jedem Programm verfügbar).
  7. Nutzen Sie Standalone* Programme und Verwaltungsprogramme erst als letzte Bearbeitungsstufe (Ihrer Präsentation / Veröffentlichung).
  8. Vorlagen erleichtern die Arbeit und verkürzen die Arbeitszeit.
  9. Arbeitsteilung ermöglicht Zeitgewinn für den Einzelnen.
  10. Synergien motivieren zur Zusammenarbeit (Beispiel: Lernende, Lehrende und Fachhochschule/Uni)
  11. Arbeiten Sie nach den Prinzip des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.
    Reflektieren Sie Ihren Studientag im Rahmen des Lerntagebuch mit den beiden Fragen
    a) Was war heute gut, was würde ich wieder so tun?
    b) Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?

*Standalone Programme sind Programme, die durch Ihre Funktionalität und Formatierungsmöglichkeiten für eine Präsentation wichtig sein können (z.B. Grafikprogramme, Präsentationsprogramme u.a.). Die Daten in den Programmen können in der Regel nicht ohne Informationsverlust von anderen Programmen genutzt werden. Verwaltungsprogramme (z. B. moodle) haben Sie nur während Ihres Studiums zur Verfügung, Danach haben Sie keinen Zugriff mehr (Informations-, Wissens- und Datenverlust).

Notiz: Vielleicht fallen Ihnen weitere Grundsätze ein oder Sie stoßen in der kommenden Zeit im Rahmen des Kontinuierlichen Verbesserungsmanagements auf weitere Grundsätze … Fügen Sie diese hinzu. Das gleiche gilt auch für die folgende Liste: „Täglicher Anteil an OrgZeit“.

2. Mein täglicher Anteil an OrgZeit

Warten

Suchen (im Sinne von Wiederfinden: bereits Gehörtes, Gesehenes, Geschriebenes)

Ablegen / Speichern

Wiederholungen organisieren

Informationen bereitstellen

Team- und Projektarbeit

Softwarefragen / -probleme lösen

Bei den meisten dieser Tätigkeiten reduziert sich der Arbeitsaufwand durch die Nutzung von LERNWEG drastisch. Viele Tätigkeiten entfallen oder lassen sich in wenigen Minuten komplett erledigen (s. LERNWEG Konzeption (PDF))

Hierbei handelt es sich um derzeitige Zeitgewinne. D.h. bereits am Tag, nachdem Sie Ihre erste Eingaben gemacht haben, beginnen Sie Zeit zu sparen.

Überprüfen Sie selbst – regelmäßig - anhand einer selbstgewählten Aufgabe, wie viel OrgZeit Sie verwenden.

Hier kommt eine Auflistung Ihrer künftiger Zeitgewinne

3. Arbeitsteilung in Lerngruppen, Teams und Projektgruppen

Wenn sich 2 oder 3 Studenten zusammentun und sich die Arbeit der Eingabe von Lerninhalten teilen, gewinnen Sie Zeit. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer Vorlesung mit 10 Studenten. Sie vereinbaren, dass jeder Student ein Zehntel der Vorlesung protokolliert und zusammenfasst. Er stellt den anderen 9 Studenten sein Protokoll anschließend zur Verfügung. Das machen die 9 anderen Studenten nacheinander ebenso, und ein Student sammelt alle Teile und stellt anschließend das Gesamtprotokoll zur Verfügung. Schließlich hat jeder nur ein Zehntel der Protokollarbeit geleistet und erhält die restlichen 9 Teile „sozusagen gratis“.

Sie können das Qualitätsniveau des Protokolls heben, indem das Protokoll stets für die anderen Vorlesungsteilnehmer sichtbar ist (per Gastzugang).

4. Lernende, Lehrende und die Hochschule

Sprechen Sie den Lehrenden an. Schlagen Sie ihm vor, er möge das Protokoll auf seine Korrektheit durchsehen und gegebenenfalls um beispielhafte Prüfungsfragen zu ergänzen.

Der Lehrende profitiert davon, da er damit ein hervorragendes Feedback auf seine Vorlesung erhält und gleichzeitig ein neues und aktuelles Material für die künftigen Studenten erhält.

Die Lernenden profitierten von der kontrollierten Version und den Prüfungsfragen.

Die Hochschule kann sich – im Rahmen der Alumni-Arbeit - überlegen, ob sie gemeinsam mit den Lehrenden einen Update-Service für ehemalige Studenten anbietet. So kann jemand, der sein Studium beendet hat, z.B. alle 2 Jahre ein Update von der Veranstaltung erhalten.

Die Lehrenden können so auch für neue Verbindungen zur Berufswelt sorgen.



„Ideen können nur nützen, wenn Sie in vielen Köpfen lebendig werden.“ (Alexander von Humboldt)



Das Schlüsselwort und die Antriebskraft heißt immer wieder: „Erfolg“
Wenn Sie sich fragen, warum ist ER oder SIE erfolgreicher als jemand anderes, dann geht es häufig z. B. um: Schnelligkeit, Wissensvorsprung, Kooperationsfähigkeit, Aufnahme und Verarbeitung neuer Informationen, Know How, Persönliche Originalität, Kommunikationsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Zugang zu Informationen, Mobilität, Mehrsprachigkeit, Effizienz in Team- und Projektarbeit.

In allen Punkten verschaffen sich Lernende einen Vorsprung durch Lernweg.

Auflistung des sofortigen Nutzens - die auch andere Aspekte als das Zeitmanagement aufgreift

Schlüsselbegriffe / Tags: Zugriff auf Wissen Lebenslanges Lernen Wissensmanagement Informationsmanagement Lernmanagement Effizienzsteigerung im Studium LernZeit OrgZeit Lernweg Zeit sparen Tipps für Teamarbeit Lerngruppe Projektgruppe Studium vorbereiten


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